Aufgrund unserer Japanreise mit den Shinkansen von Tokio nach Nagasaki runter, hielten wir auch an Orten etwas abseits des üblichen Tourismus. So planten wir einen Zwischenstopp in Hakata, um von dort den Nokonoshima Island Park zu besuchen.

In Hakata nächtigten wir in einer sehr altmodischen Unterkunft. Unsere Betten waren traditionelle Futon auf dem Boden, es gab nur gemeinschaftliche Badezimmer, und Frühstück (wenn wir dies gebucht hätten) gäbe es zusammen mit der Hauseigentümerin. Die Dielen haben geknarzt, der Haushund war unheimlich niedlich, und natürlich mussten wir auch unsere Straßenschuhe am Eingang ausziehen um mit Hausschuhen in unsere Zimmer zu gelangen. Es war eine herzliche Erfahrung, auch wenn ich froh war nur eine Nacht so „altmodisch“ verbracht zu haben. Ich bevorzuge da doch ein modernes Hotelzimmer. Mit genug Steckdosen um die Smartphones/Kindles laden zu können =)

Natürlich informierten wir uns schon vorab wie wir am besten auf die Insel Nokonoshima gelangen würden. So googelten wir nach den Zeiten und Preisen der Fähre und auch welchen Bus wir auf der Insel nehmen müssen um zum Park zu gelangen. Leider verirren sich nicht so viele Touristen auf die Insel, weshalb vieles nicht mehr auf Englisch beschildert war. Auch der Busfahrer verstand uns nicht wirklich. Jedoch scheint der Park das einzige „Highlight“ auf der Insel zu sein, weshalb am Hafen direkt schon ein Shuttle Bus wartete um ums den Berg hinauf zum Park zu bringen. Wir überlegten anfangs im Notfall zu laufen, waren aber dann doch froh den Bus genommen zu haben, da dass sonst ein richtiges Power-Walking den Berg hoch gewesen wäre.

Nokonoshima wird nicht umsonst „Park der tausend Blüten“ genannt. So eine Vielfalt an Blumen habe ich selten woanders gesehen! Wir schauten uns alles in Ruhe an, machten natürlich viele Fotos und genossen die wunderschöne Aussicht. Obwohl wir einen bewölkten Tag erwischten, war die Insel bzw die Ausblicke vom Park auf das (Blüten-)Meer atemberaubend! Wie schön wäre es dann erst bei Sonnenschein gewesen! Mit uns waren zwar einige Schulklassen zu Gast, dennoch wirkte es nicht allzu überlaufen. Es gab sogar einige Spielplätze sowie ein Kaninchengehege bei dem wir natürlich auch viele Bilder machen mussten.

Dennoch waren wir schneller durch als erwartet, weshalb wir am Ausgang des Parks auf den Shuttle Bus warten mussten, damit dieser uns wieder runter zur Fähre bringt. Anscheinend hatte eine lokale Schule an diesem Tag einen Ausflug geplant, weshalb wir von Schülern nur so umzingelt waren, die sich ebenfalls im Park verteilt hatten und wohl zeitgleich mit uns gehen wollten. Die Fähre war dann mit hunderten Schülern voll, was wirklich ein interessanter Anblick war =) Für beide Seiten.

Da es noch nicht allzu spät war und wir langsam hungrig wurden, gingen wir in Hakata in das Einkaufszentrum „Canal City“, welches ziemlich beeindruckend war. Zwar das reinste Labyrinth, aber am Ende fand ich meinen Ghibli Store und holte mir direkt ein paar Souvenire <3 Durch die vielen Animes wollte ich auch unbedingt ein mit Reis gefülltes Omelett probieren welche so lecker aussehen. Ich bestellte mir eines mit Pilzen, Spinat & Scampi während mein Mann eine Tomatensoße mit Mozarella wählte. Am Ende bekam er Ketchup, was geschmacklich doch recht enttäuschend war. Auch mein essen war eher lauwarm und schmeckte ziemlich mau… Merke: In den Animes sehen die Gerichte immer viel leckerer aus!

Wir schauten noch im Hard Rock Cafe vorbei damit ich mir auch hier ein Sammelshirt holen konnte und gönnte mir noch ein „schwarzes“ Softeis welches zwar ein cooles Instagrambild abgab, aber fürchterlich schmeckte. Und zwar nach Frischkäse. Okay, so fürchterlich ist der Geschmack vielleicht nicht. Aber das hätte ich mir eher aufs Brot schmieren können statt es als Eis zu essen.

Am Ende fielen wir kaputt aber glücklich in unsere Futon Betten und schliefen zum Glück sogar recht bald ein.