Kurz vor Ende unserer Reise planten wir noch einen Tagesausflug nach Kanazawa. Da es eine lange Fahrt mit den Shinkansen sein sollte, reservierten wir vorab Plätze und begaben uns um 7 Uhr am morgen auf den Weg. Die Strecke von Tokio nach Kanazawa ist wirklich atemberaubend! Es war ein strahlend blauer Tag, so konnten wir schneebedeckte Berge bewundern und sogar einen kurzen Blick auf den Fuji erhaschen.

Da wir so früh eigentlich selten hungrig sind, entschieden wir in Kanazawa zu frühstücken. Wir holten uns wie üblich im 7eleven etwas zu knuspern und setzten uns in den Kanazawa Castle Park. Wir konnten an diesem Tag sogar „Regenbogenwolken“ (Zirkumhorizontalbogen) beobachten, worüber ich mich unheimlich freute, da dies eine Seltenheit ist!

Nach dem Frühstück begaben wir uns auf den Weg zum Kenrokuen Garden, welcher zu den 3 „perfekten“ Gärten Japans zählt. Leider war dieser ziemlich überlaufen weshalb es etwas an Atmosphäre einbüßte, aber dennoch gab es ein paar Interessante Sachen zu betrachten. Die Fotos sind leider nicht so hübsch geworden, daher bekommt ihr hier nur ein Bild vom noch hübscheren Kanazawa Castle Park (wie ich finde):

Kanazawa ist für sein Blattgold berühmt, weshalb man hier so ziemlich alles mit Blattgold überzogen essen kann. Eigentlich bin ich kein Fan von diesem Trend, aber wenn man schon in Kanazawa ist… So habe ich mir für 500Yen ein Eis mit Blattgold gekauft und ließ natürlich meine anderen 3 Begleiter davon kosten. Fazit: Schmeckt total unspektakulär.

Obwohl ich hauptsächlich online auf diversen Blogs nach Sehenswürdigkeiten googelte, schaue ich gelegentlich auch nach berühmten „Instagram Spots“, also Gegenden, die auf Instagram besonders ästhetisch aussehen. Auch in Kanazawa gab es so einen berühmten Spot, und zwar im 21Century Museum. Wie es scheint, ist der Eintritt für das Museum prinzipiell gratis, jedoch nicht für dieses eine Ausstellungsstück welches auf Instagram große Beliebtheit erlangte. Um zu diesem Ausstellungsstück (ein Pool) zu gelangen, musste vorher 1000Yen bezahlt werden. In diesem Moment wurde mir erst richtig bewusst, dass natürlich die Ortschaften mit berühmten Instagram Spots das nicht einfach so hinnehmen würden und versuchen würden, den größtmöglichen Profit daraus zu schlagen. Schade. Wir haben das Geld dann doch nicht ausgegeben, zumal die Schlange auch ewig lang war. Das war mir das Foto dann doch nicht Wert.

Zum Abschluss schlenderten wir noch durch den „Samurai Viertel“, aßen eine eklige grüne Matcha Eiskugel und statteten der Einkaufsstraße, welches für seine Meerestiere begehrt ist, einen besuch ab. Erschöpft aber mit vielen neuen Eindrücken machten wir uns schließlich zurück auf den Weg nach Tokio.

Für die Heimreise holten wir uns vom Bahnhof noch eine Bento-Box. Meine Erste Bento-Box überhaupt! Etwas unspektakulär vom Geschmack, aber optisch sehr hübsch!