Dieses Jahr war es endlich soweit! Einer meiner Kindheitsträume ging in Erfüllung. Wir – mit wir meine ich meinen Mann, meinen Bruder mit seiner Freundin, und mich – besuchten endlich J A P A N <3

(In diesem Post möchte ich ganz allgemein über meinen Urlaub, die Planung, was wir alles sahen etc. erzählen. Vielleicht hilft bzw. inspiriert es den ein oder anderen bei seinen Planungen. Die einzelnen Beiträge zu den Orten bzw. Sehenswürdigkeiten werden dann nach und nach veröffentlich.)

Mir erscheint das alles noch wie ein Traum. Auch bei mir fing der erste Kontakt damals mit Sailor Moon an. Daraufhin wurden noch mehr Animes geschaut, noch mehr Mangas gelesen und eben auch angefangen sich mit der japanischen Kultur auseinanderzusetzten. Aber nach Japan fliegen? Ich kann doch kein japanisch! Und ob dort jeder englisch versteht? Japan war immer mein Traum-Urlaubsland, aber ich traute mich nie hin. Einfach aus Angst, in einer blöden Situation zu landen, in der man sich am Ende nicht verständigen kann. Hier muss ich ein großes Danke an meinen Bruder aussprechen. Er flog bereits das vorige Jahr mit seiner Freundin nach Japan. Ihm gefiel es dort so gut, dass er vorschlug, dieses Jahr zusammen mit uns zu fliegen und die Rundreise etwas zu koordinieren. Mir fiel ein Stein vom Herzen! Und jetzt im Nachhinein kann ich nur sagen: Planung ist alles! Planung und die Tatsache, dass im nächsten Jahr die Olympischen Spiele anstehen und deswegen vieles für die ausländischen Touristen auf Englisch bereitgestellt wurde :,D Somit überstanden wir den Urlaub ohne ein Wort japanisch zu sprechen oder zu verstehen. (Natürlich kannten wir die gängigsten Phrasen. Denn es ist eine Sache der Höflichkeit dem gegenüber in der einheimischen Sprache einen Guten Abend oder ähnliches zu wünschen.) aber die englischen Ausschilderungen sind wirklich vorbildlich! Meine Angst war letzlich völlig unbegründet. Dennoch ist eine intensive Planung notwendig. Auch ich verbrachte vor der Reise viel Zeit auf diversen Blogs um mir Artikel über alles möglich (sogar über die japanischen Getränkautomaten oder die Toiletten xD) durchzulesen. Und es nimmt einem wirklich die Angst!

Jedoch weiche ich vom roten Faden ab! Erstmal zurück zur Planung. Da wir zu viert waren, nahm die Organisation etwas mehr Zeit in Anspruch. Wir planten 1,5 Jahre im Voraus unseren Urlaub und buchten 1 Jahr vorher Flug & Hotel! Das Datum! Natürlich mussten wir uns erst einmal auf ein Datum einigen. Winter zu kalt, Sommer zu heiß & regnerisch. Also blieb nur noch Frühling oder Herbst. Im Frühling locken die Kirschblüten tausende Touristen an. Solltet auch ihr euch für die Kirschblüten interessieren, müsst ihr mit Gedränge und Warteschlangen an den typischen Touri-Spots rechnen. Die Kirschblüten waren mir nie wichtig, wir bevorzugten dennoch den Frühling statt Herbst, einfach weil wir Japan beim erblühen zuschauen wollten. Deshalb entschieden wir uns für die Zeit kurz nach der Kirschblüte. Leider vergaßen wir bei den Planungen die „Golden Week“ zu berücksichtigen. Zum Glück überschnitt sich dies mit unserem Urlaub nur an den letzten 3 Tagen (worüber wir wirklich sehr froh waren, denn auch wenn es nur 3 Tage waren, so merkten wir das deutlich auf den Straßen!) Da wir so früh buchten, waren unsere Flugtickets (Direktflug Frankfurt-Haneda mit ANA) sowie Hotels recht günstig.

Auch wollten wir bereits in diesem Urlaub so viel wie möglich vom Land / der Kultur sehen. Keine Ahnung, wann wir ein zweites Mal Japan besuchen werden (da mich auch einfach noch andere Länder reizen). Deshalb wollten wir zumindest erst einmal alle „großen“ Sehenswürdigkeiten abhaken. Dementsprechend waren wir natürlich auch viel unterwegs. Unsere Route verlief durch folgende Orte:  Tokyo – Kyoto – Nara – Osaka – Hiroshima – Hakata – Nagasaki – Inlandsflug zurück nach Tokyo – Kanazawa – Disneyland – Mount Fuji – Shibuya/Akihabara – Tokyo

Natürlich holten wir uns den 14tätigen Japan Rail Pass sowie ein Pocket-Wifi um auch im Urlaub ständig in den Sozialen Medien abzuhängen :,D Ne, spaß. Wifi ist einfach notwendig um die Zugverbindungen bzw Google Maps zu nutzen. Und da wir zu viert unterwegs waren, rentiert es sich als Gruppe einfach! Bei so einer großen Tour mit vielen Zugfahrten bot sich der teure Railpass an! Sollte man nur in Tokyo und Umgebung unterwegs sein, würde ich eher davon abraten. Aber da wir viele weit entfernte Großstädte besuchten, ist es damit einfach am günstigsten. Wir entschieden uns zusätzlich für die IC Card da man mit diesen Karten zum einen an den Getränkautomaten zahlen kann (falls man mal kein Kleingeld zur Hand hat) und weil manche Strecken nicht durch den JRP gedeckt waren, wir aber flexibel bleiben wollten.

Da wir sehr viel unterwegs waren, hätten wir eigentlich mit kleinen Koffern reisen müssen (was mein Bruder mit seiner Freundin auch taten). Doch mein Mann und ich entschieden uns für mittelgroße (M) Koffer. Es ist dadurch etwas unkomfortabler, da man diese viele Treppen hoch und runter tragen muss, aber in den Shinkansen bzw Zügen hatten wir keine Probleme. Natürlich passen diese nicht auf die Ablage oben und die Rush-Hour würde ich prinzipiell immer meiden, aber es gibt ein paar Sitzplätze bei denen man seine großen Koffer bei sich lassen kann. Leider wurde es in manchen Hotels mit 2 großen Koffern schon etwas enger. Sollten wir erneut nach Japan fliegen, würde ich vermutlich doch eher zu kleinen Koffern tendieren. Aber da es unser erster Japanurlaub war, wollten wir schon allein wegen den vielen Souvenirs genug Stauraum im Koffer haben :,D

Die nächste große Frage war: Wie viel Geld nehmen wir mit? Hier konnten wir uns auf die Erfahrungswerte meines Bruders verlassen. Wir mussten am Ende zwar nochmals Geld abheben, aber 7/11-Sei Dank, war das kein Problem! Die Läden gibt es wirklich überall! Würde mich nicht wundern, wenn oben auf dem Mount Fuji auch einer stehen würde xD Es ist wirklich komfortabel überall einen 7/11 oder einen Getränkautomaten stehen zu sehen. Ich denke diese Bequemlichkeit werde ich in DE vermissen… Habt also keine Bedenken ob ihr genug Geld dabei habt. Sofern ihr im Besitz einer Kreditkarte seid, könnt ihr wirklich mit Leichtigkeit Geld abheben.

Auch kam die Frage auf: Kleidung für die volle Dauer des Aufenthalts? Natürlich wollten wir so leicht wie möglich reisen, mussten also in Japan auch mal Wäsche waschen. Wir kauften uns hier eine kleine Tube Waschpaste um unsere Kleidung ab der Hälfte des Urlaubs zu waschen, um es in der zweiten Hälfte erneut tragen zu können. Jedoch bieten viele Hotels (gegen Gebühr) eine Waschmaschine & Trockner an. Wir nutzten diesen Service nicht, da wir schnelltrocknende Shirts und Unterwäsche dabei hatten und es einfach über Nacht trocknen ließen. Mein Bruder nutze den Service und anscheinend gab es keine Probleme. Wenn ich mich recht erinnere, hatte der Trockner im Hotel 200Yen gekostet und dauerte eine halbe Stunde (es wird empfohlen so lange bei der Wäsche zu bleiben).

Und das wars dann auch schon zur Planung. Die nächsten Beiträge handeln über Sightseeing und was ich an Japan mochte / was mir eher weniger gefiel!