B E R L I N 2018

Berlin hat mich persönlich nie interessiert. Ich hatte kein Interesse daran die Stadt zu erkunden oder die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Berlin ist für mich eine überfüllte und „graue“ Stadt. Zumindest hatte ich die ganze Zeit dieses Bild vor Augen. Allerdings vertrete ich die Meinung, dass man als Deutscher zumindest einmal die Hauptstadt besucht haben sollte. Jeder sollte mal die Hauptstadt (und noch mehr) seines Heimatlandes besuchen. Wir buchen jedes Jahr Urlaub im Ausland, haben aber das eigene Land noch nicht wirklich gesehen. Das gehört einfach dazu. (Übrigens möchte ich Istanbul auch noch recht zeitnah abhaken.) – So buchten wir also einen 4-Tages-Ausflug nach Berlin. Am Freitagmorgen ging es per ICE an den Hauptbahnhof und von dort weiter zum Alexanderplatz. Wir entschieden uns für das Park-Inn Hotel, da dies das höchste Hotel in Berlin sein soll, es eine super zentrale Lage hat, und man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt (+ Fernsehturm) genießt.

Bei unserer Hotelbuchung wählten wir ein Zimmer mit Panoramablick + EarlyCheckIn und LateCheckOut aus. Natürlich lässt sich das Hotel das alles gut bezahlen. Da wir aber nur 3 Nächte im Hotel waren, war es preislich noch voll in Ordnung. Das Hotel ist zwar größtenteils sauber, aber recht alt. Und was ist das bitte für ein Hoteltrend die Badezimmer nicht wirklich vom restlichen Zimmer zu trennen? Halbtransparente Wände, keine wirklichen Türen… Null Privatsphäre. Das war im Möwenpick in Stuttgart und im Salvoy in Köln auch der Fall. Hat das was mit der Sicherheit zu tun oder haben die Hotelbesitzer einfach merkwürdige Vorlieben? Auch sehr negativ ist uns die Aussichtsplattform aufgefallen. An der Rezeption wurden tolle Bilder gezeigt, die oben nicht der Wahrheit entsprachen und eine totale Massenabfertigung war, da sogar Hotelgäste zahlen mussten um auf die Plattform zu gelangen (und dabei hatten wir die gleiche Aussicht von unserem Fenster aus). Wir dachten wir könnten uns oben ins Cafe setzten, war aber praktisch überhaupt nicht vorhanden… Hat uns sehr geärgert. Schade.

Egal, weiter im Text! Da wir im Zug bereits lange gesessen waren, legten wir unsere Koffer im Zimmer ab und liefen direkt los um die Stadt zu erkunden. Eine wirkliche Route hatten wir für diesen Tag nicht. Alles Sehenswerte ist recht nah beisammen, weshalb wir auch keine S-Bahn Karte hatten sondern möglichst viel zu Fuß abklapperten. Es regnete zwar nicht (zum Glück), hatten jedoch mit 30Grad zu kämpfen.

Bevor wir die Reise antraten, fragten wir auch Freunde und Kollegen nach Empfehlungen. Ich bekam überwiegend Restaurants und Orte abseits der Touristen-Gegenden empfohlen. Da dies allerdings mein erstes Mal in Berlin war, hatte ich ganz“typisch Touri“ vor, die Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Sollte es mich erneut nach Berlin ziehen, würde ich dann mein Augenmerk auf die „Geheimen Spots“ legen.

Allgemein gibt es nicht viel über Berlin zu sagen. Es war sehr voll (wie zu erwarten), jedoch nicht so „grau“ wie erwartet. Leider blieb bei mir der „Berliner Charme“ aus. Es ist eine Großstadt eben. Mit vielen Sehenswürdigkeiten und vielen Einkaufszentren. Wir besuchten natürlich das Brandenburger Tor, Madame Tussauds, Berliner Dom, Berliner Zoo (bei dem wir übrigens Zeuge bei der Fortpflanzung von Elefanten wurden), Berlin Dungeon (unterhaltsam, aber etwas kurz), das Spiele Museum, Fernsehturm, East Side Gallery (Definitiv Sehenswert!), aber auch das älteste Restaurant Berlins, ein veganes Restaurant und zufällig ein Streetfood Festival (bei dem ich das leckerste vegane Gyros aß). Mich hat es wirklich gefreut so viele interessante Restaurants zu sehen. Bei uns ist das leider nicht der Fall weshalb wir uns von vornherein vorgenommen hatten Dinge zu essen, die es bei uns nicht gibt. (Ja, selbst bei Starbucks gönnte ich mir regelmäßig etwas leckeres, da wir bei uns keinen Starbucks haben.)

Die Zeit reichte leider nicht um Museen über die Geschichte Berlins zu besuchen. Jedoch hätte mich dies auch nicht wirklich gereizt, da dass Thema in den Schulen schon zu genüge diskutiert wurde. (Vielleicht deshalb auch der fehlende Charme…) Dennoch war es beeindruckend ein Stück der Berliner Mauer zu sehen. Man sieht dies oft genug in Dokumentationen, da ist es etwas völlig anderes selbst davor zu stehen. Ein Schande allerdings wie mit „Checkpoint Charlie“ umgegangen wird. Ist zu 100% auf Touristen ausgelegt mit Requisiten für Fotos und wie die Leute heran gewunken wurden fürs gemeinsame posieren… Sehr schade. Wir erblickten das von weitem und liefen direkt.

Genug Worte. Jetzt folgen Bilder!

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