Mein Henna-Abend

Es sind schon über 7 Monate vergangen seit ich mich offiziell Sibel Z. nennen darf. Über meine Hochzeit hatte ich bereits >/ hier /< gebloggt, doch wofür ich noch keine Zeit hatte ist über meinen Henna-Abend, welches ca. 1 Woche vor der Hochzeit in der Türkei stattfand, zu berichten.

Da der Großteil meiner Familie in der Türkei lebt, diese aber keine Möglichkeit hatten alle nach Deutschland zu reisen, haben mein Mann und ich mich dazu entschlossen zumindest den Henna-Abend in der Türkei zu feiern. Ich wurde auch darum gebeten dort mein Hochzeitskleid zu tragen, da meine Oma mütterlicherseits mich auch im weißen Kleid sehen möchte, dies konnte ich ihr nicht verwehren. Anfangs spielte ich noch mit dem Gedanken mir 2 Hochzeitskleider zu kaufen, aber letzten Endes gefiel mir mein finales Kleid so gut, dass ich sogar sehr froh darüber war die Gelegenheit zu haben es 2x tragen zu können…

Nachdem ich also 6 Stunden beim Friseur saß, machten wir uns endlich auf den Weg zum Salon. Allerdings mussten wir noch durch die Stadt ein paar Runden mit dem Auto drehen, da noch nicht alle Gäste eingetroffen waren und die Braut kann ja nicht als eine der Ersten antreffen! Vor Ort mussten wir dann auch noch warten bevor wir eintreten durften, denn der Kameramann war noch nicht so weit und das Boden-Feuerwerk musste noch bereit gestellt werden. Nach vielem hin und her durfte die Braut schließlich endlich zu Ihren Gästen!


Nachdem ich also endlich alle begrüßt habe und mit jedem tanzen durfte als gäbe es keinen morgen, musste ich im Anschluss ja noch das traditionelle Kleid tragen. Auch darin musste ich sehr viel tanzen, bevor ich das Henna auf meine Handfläche bekam und erneut tanzen durfte. Mit einer Zucker gefüllten Tonvase durfte ich im übrigen ebenfalls um meinen Mann herum tanzen und im Anschluss auf den Boden schmettern (Scherben bringen Glück?), ja, solche Feiern laufen bei uns mit sehr viel Tanz ab.



Um Mitternacht läuteten wir das Ende ein. Für die Gäste. Meine Reise ging noch weiter. Ich habe nun Henna auf meinen Händen, aber dies muss ja auch noch abgewaschen werden. Wir haben bei uns die Tradition dass es an 7 Moscheen abgewaschen werden sollte (kein muss). Allerdings machten wir einen kleinen Zwischenstopp / Verschnaufpause bei meiner Oma (einige wollten sich für diese Reise etwas bequemer kleiden, denn wir hatten vor diese Reise per Fuß zu gehen). So machten wir uns also zu Dutzend um weit nach Mitternacht noch auf den Weg um 7 Moscheen abzuklappern. Am Ende wurden es zwar keine 7 Moscheen (die hatten um diese Zeit natürlich geschlossen), aber es waren immerhin ganze 3,5 Moscheen! (Bei der letzten waren wir uns nicht sicher ob es zählt, da der Wasserhahn außen war.) Zwischenzeitlich musste ich noch eine Hose anzünden und drüber springen, mit einer fremden to-be-Braut (welche auch gerade auf dem Weg war sich das Henna von den Händen zu waschen) tanzen und auch Lieder auf dem Weg mitsingen, von denen ich die Texte gar nicht kannte. Chaos! Aber wunderschönes Chaos an das ich sehr gerne zurück denke!



Fazit: Ich bin sehr froh mich für diesen zusätzlichen „Stress“ entschlossen zu haben (wobei meine Mutter den Großteil mit meinen Cousinen geplant hat). Ich bin auch sehr froh darüber, dass mein Mann überhaupt dazu bereit war und dass uns sogar mein Schwiegervater + 4 Freunde begleitet haben! Leider ist das Video unbrauchbar (die Qualität ist schlechter als die einer alten Handykamera), auch die Fotos sind größenteils unscharf und/oder verwackelt. Aber mir ging es hier wirklich nur darum bei meiner Familie zu sein. Ich hatte einen professionellen Fotografen für die Hochzeit in Deutschland arrangiert und dies sollte mir auch reichen.

PS: Wir haben zu fünft ewig lang gebraucht um diese Frisur wieder öffnen zu können. Anschließend war ich eine Stunde im Bad da ich versucht habe mein toupiertes Haar zu bürsten… Rly? Toupieren?

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2 Kommentare

  1. Du siehst überhaupt nicht aus wie du auf den Bildern…

  2. Wow, ein bezaubernd schönes Hochzeitskleid!

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