[Rezension] J.K. Rowling – Ein Plötzlicher Todesfall

Story: Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat.Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?

Meine Meinung: Die Story klang nicht sehr spannend, als ich das Buch in der Hand hielt. Aber als Begeisteter Harry Potter Fan, musste ich dennoch das neue Buch von J.K. Rowling haben. Mir war von Anfang an bewusst, dass ich neutral an das Buch gehen muss, da es etwas völlig anderes wie Harry Potter sein wird. Ein Buch für Erwachsene, wie die Autorin selbst sagte. Doch auch wenn ich neutral an das Buch ging, so war dennoch eine gewisse Grunderwartung an die Autorin gegeben. (Immerhin ist es J.K. Rowling) Aber leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt…

576 Seiten und nicht ein mal kam Spannung auf… Die Wahl um den Gemeinderatsplatz steht – wie zu erwarten – im Mittelpunkt der Geschichte. Drumherum lernt man Freunde und Familie der Bewerber bzw die Einwohner des Dorfes kennen. Sprich: Zu viele Akteure im Buch, die nach meinen Eindrücken keine wichtige Rolle einnehmen. Zu viele Namen und Verbindungen die man sich merken muss, da man sonst leicht den Faden verliert. Gegen Ende hatte ich zwar endlich den Durchblick, anfangs bereitete es mir aber große Probleme mir in Erinnerung zu rufen, wer jetzt nochmal die Person X war und in welcher Verbindung er/sie zur Person Y stand. Auch zieht sich die Geschichte aufgrund der fehlenden Spannung. Dabei habe ich wirklich bis zur letzten Seite gehofft, dass jetzt die große Bombe platzt. Aber nichts. Bis auf ein kleines Drama gegen Ende, passiert meiner Meinung nach rein gar nichts im Buch.

Das Buch war jedoch nicht vollkommen eine Enttäuschung. Die Atmosphäre ist gelungen und das Bild eines kleines Dorfes, welches in reger Aufruhr aufgrund der bevorstehenden Gemeinderatswahlen steht, sehr gut umgesetzt. Man bekommt das Gefühlschaos und die Probleme der Einwohner sehr gut mit. Auch scheut sie nicht vor Kraftausdrücken oder den Abgründen der menschlichen Psyche. Das Buch ist gut verständlich formuliert und gut in Kapitel unterteilt. Da die jungen Einwohner genauso oft zu Wort kommen wie die älteren Einwohner, kann man auf jeden Fall zu einigen Akteuren ein Bezug herstellen.

Fazit: Banale Geschichte mit gelungener Atmosphäre. Aber von J.K. Rowling hatte ich mir da doch etwas mehr erhofft… Lasst euch aber bitte dennoch nicht von meiner Rezension abschrecken. Wenn euch das Buch interessiert, lest es! Die Meinungen gehen bei dem Buch sehr weit auseinander, also macht euch am besten selbst ein Bild.

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3 Kommentare

  1. Hmm von jedem anderen Buch, von dem ich so viele schlechte Kritiken gehört habe, würde ich woh ldie Finger lassen. ABER es ist von JK und als begeisterter Potterhead werde ich es dann wohl doch lesen (müssen) 😉

  2. Offtopic, aber: Das neue Layout find ich sehr stark! Schön reduziert und sehr individuell!

  3. Fast so ähnlich habe ich auch rezensiert… ich fands einfach nur scheiße. So traurig 🙁

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